Storyline
Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping hat am Donnerstagvormittag im Weißen Haus an einer von US-Präsident Donald Trump ausgerichteten Begrüßungszeremonie teilgenommen.
Bei ihrer Ankunft wurden Xi und seine Ehefrau Peng Liyuan von Trump und seiner Frau Melania Trump herzlich empfangen.
Die beiden Präsidenten und ihre Ehepartner posierten gemeinsam für Fotos.
Anschließend trugen sich Xi und Peng im Weißen Haus in das Gästebuch ein.
Bei der Begrüßungszeremonie spielte eine Militärkapelle die Nationalhymnen beider Länder.
Die beiden Präsidenten hielten jeweils eine Ansprache.
Im Namen der mehr als 1,4 Milliarden Chinesen übermittelte Xi dem amerikanischen Volk herzliche Grüße und gratulierte zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA.
Xi erklärte, er besuche die Vereinigten Staaten auf Einladung von Präsident Trump, um die Freundschaft weiterzuführen, die Zusammenarbeit auszubauen und das Wohlergehen der Völker beider Länder zu fördern.
Angesichts der tiefgreifenden Veränderungen in der Welt, der Zeit und der Geschichte trügen China und die Vereinigten Staaten als zwei große Länder eine historische Verantwortung für den Fortschritt der Menschheit, so Xi.
Er erinnerte daran, dass er und Trump während Trumps Besuch in China in diesem Jahr vereinbart hätten, konstruktive Beziehungen auf der Grundlage strategischer Stabilität aufzubauen – eine Vereinbarung, die in beiden Ländern und in der internationalen Gemeinschaft breite Zustimmung gefunden habe. Er sei bereit, gemeinsam mit Trump das große Schiff der chinesisch-amerikanischen Beziehungen auf einen stabilen Kurs in die Zukunft zu steuern.
Xi betonte weiter, dass China und die USA die Kommunikation verstärken müssten. Trotz unterschiedlicher nationaler Gegebenheiten könnten die beiden Länder durch offenen, tiefgehenden und kontinuierlichen Dialog das gegenseitige Verständnis vertiefen, Gemeinsamkeiten suchen, Unterschiede zurückstellen und Vertrauen aufbauen.
Beide Seiten sollten aufrichtig zusammenarbeiten, sagte er und wies darauf hin, dass die Interessen Chinas und der Vereinigten Staaten eng miteinander verflochten seien, und es enormen Raum für Kooperation gebe. Die Zusammenarbeit zwischen China und den USA könne zwar nicht alle Probleme der Welt lösen, doch ohne sie seien viele globale Herausforderungen kaum zu bewältigen.
Sowohl China als auch die USA seien führende Nationen im Bereich der künstlichen Intelligenz. Beide hätten die Fähigkeit und die Verantwortung, die KI verantwortungsvoll zu entwickeln und zu steuern, damit sie stets unter menschlicher Kontrolle bleibe und dem Wohlergehen der Menschen diene.
China und die USA sollten friedlich koexistieren, forderte Xi. Als zwei große Länder würden beide von Zusammenarbeit profitieren und in einer Konfrontation verlieren. Beide Seiten müssten die rote Linie des „Nicht-Konflikts und der Nicht-Konfrontation“ einhalten. Die Thukydides-Falle sei überwindbar, betonte er.
Während des Zweiten Weltkriegs hätten Chinesen und Amerikaner Seite an Seite gegen die faschistische Aggression gekämpft. Das chinesische Volk werde diese Zeit in der Geschichte nie vergessen – wie auch das amerikanische Volk nicht, sagte Xi.
Die Hoffnung der chinesisch-amerikanischen Beziehungen liege in den Menschen, und ihre Zukunft in der Jugend. Xi kündigte an, dass China in den kommenden fünf Jahren 100.000 junge Amerikaner zu Austausch- und Studienaufenthalten einladen werde.
Den Riesenpanda bezeichnete Xi als Botschafter der Freundschaft zwischen den beiden Völkern. In wenigen Tagen würden die beiden Pandas Ping Ping und Fu Shuang in ihr neues Zuhause im Zoo von Atlanta einziehen und dem amerikanischen Volk begegnen.
Die Verwirklichung des großen Wiederauflebens der chinesischen Nation und das Ziel, Amerika wieder großartig zu machen, seien miteinander vereinbar, so Xi. Beide Seiten sollten den Erwartungen der Menschen gerecht werden, historische Initiative zeigen, die Freundschaft zwischen den Völkern weiter vorantreiben und gemeinsam für eine bessere Welt arbeiten.
Trump hieß Xi seinerseits zu dessen historischem Staatsbesuch herzlich willkommen. Er erklärte, dass er und Xi auf der Grundlage des gegenseitigen Respekts eine großartige Freundschaft aufgebaut hätten, die den grundlegenden Interessen der Völker beider Länder diene. Beide Seiten würden weiterhin zusammenarbeiten und einen Beitrag zur Welt leisten.
Er und Xi würden eingehende Gespräche über Handel, Sicherheit, künstliche Intelligenz sowie Wissenschaft und Technologie führen und so eine solide Grundlage für den Weltfrieden und den Wohlstand in den kommenden Jahrzehnten legen.
Die Vereinigten Staaten und China hätten Seite an Seite gekämpft und gemeinsam den Zweiten Weltkrieg gewonnen. Geschichten wie die der „Flying Tigers“ blieben den Menschen beider Länder bis heute in Erinnerung, so Trump.
Er freue sich darauf, weiterhin Hand in Hand mit Präsident Xi zusammenzuarbeiten, um eine noch bessere Zukunft für die USA und China zu gestalten.
Nach den Ansprachen betraten Xi und Trump in Begleitung ihrer Ehefrauen einen Balkon mit Blick auf den Südrasen des Weißen Hauses, um einer Vorführung des Silent Drill Platoon des US Marine Corps beizuwohnen.
Anschließend begaben sich die beiden Paare in den Rosengarten, um im Rahmen der Begrüßungszeremonie einer Militärparade beizuwohnen. Dabei waren Trompeter und Fahnenträger auf dem Dach zu sehen, und traditionelle Militärkapellen präsentierten ihre Darbietungen.
Die Parade endete mit dem Überflug eines B-2-Spirit-Bombers und vier F-22-Raptor-Kampfflugzeugen.
Nach der Begrüßungszeremonie begaben sich die beiden Staatsoberhäupter und ihre Ehepartner ins Oval Office, wo sie freundschaftliche Gespräche führten.
Auf Einladung von Trump stattet Xi den Vereinigten Staaten von Mittwoch bis Freitag einen Staatsbesuch ab.